Zen im Norden Deutschlands— Zazen, Meditation, Zafu, Geist, Körper, Atmung, der Weg, Eihei Dogen — Dojos und Zen Gruppen in Berlin, Hamburg, Bremen, Flensburg, Neu Schönau (Mecklenburg) und Rostock — Mitglieder der Association Zen Internationale, Gründer Meister Taisen Deshimaru

Zazen

Geist

[Meister Deshimaru beim Zazen]

Zazen bietet uns die Gelegenheit, die Gegensätze des Lebens zu verstehen und zu überwinden. Gut — schlecht. Schön — hässlich. Wir — die anderen. Körper — Geist.

Es ist nicht schwer, den WEG zu durchdringen,
Doch man muss frei sein
Von Liebe und Hass,
Von Neigung und Abneigung.

(Eröffnungsvers des Shin Jin Mei, Gedichtsammlung über den Glauben an den Geist, von Meister Sosan, ?-606)

Körper

Um Zazen zu üben setzt man sich auf ein rundes, dickes Kissen (zafu), die Beine werden im Lotus oder Halblotus gekreuzt. Die linke Hand liegt in der rechten mit den Handflächen nach oben. Die Daumen berühren sich sanft.

Das Becken ist leicht nach vorn geneigt, „als wolle der After die Sonne erblicken“ (Kodo Sawaki, 1880 - 1965, der Lehrer von Meister Deshimaru).

Jedes Detail der Haltung hat eine tiefe Bedeutung. Alle Teile des Körpers beeinflussen sich gegenseitig. Unbewusst und natürlich hören wir auf, mit dem Willen des Ego zu handeln und können so ins kosmische Leben eindringen.

Atmung

Beim Zazen ist die Atmung ganz wesentlich. Die langsame, ruhige und tiefe Ausatmung fegt die mentalen Komplikationen weg. Unser Geist wird klar wie ein wolkenloser Himmel.

Am alten Hafen
ist der Wind kalt, der Mond klar.

Nachts gleitet friedlich das Boot
im Land aus Lapislazuli.

(Meister Wanshi Shogaku, 1091-1157)

Eihei Dogen

(1200-1253) schrieb im Fukanzazengi, seiner Beschreibung der Praxis des Zazen:

Zazen hat überhaupt nichts mit einer sitzenden Haltung zu tun.

Dogen war der Gründer in Japan des Soto Zen, einer buddhistischen Ausrichtung, die ihre Ursprünge in China hat und die das einfache Sitzen betont.

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